Teilprojekte

Ausbau

JAKOB-KOENEN-STRASSE

Erschließung des Geländes: Bau Jakob-Koenen-Straße

Die Jakob-Koenen-Straße dient der Erschließung der Brachfläche im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes. Die geplante und im Entwurf durch den Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Lippstadt am 7. Dezember 2011 beschlossene Jakob-Koenen-Straße nimmt im Stadtgebiet die Funktion einer Erschließungs- und Verbindungsstraße wahr. Da sie eine neue und derzeit die einzige direkte Querverbindung vom Westen der Stadt in Richtung Osten bildet (solange der Durchbruch der Südtangente über das Uniongelände noch nicht erfolgt ist), ist davon auszugehen, dass die Straße vorübergehend eine höhere Verkehrsbelastung haben wird. Ein Trassenverlauf entlang der Bahn unter dem Aspekt der Bündelung der lärmerzeugenden Verkehrstrassen ist demnach sinnvoll und wurde durch die Machbarkeitsstudie zum Stadthaus noch einmal bestätigt. Zudem können durch diese Lage die größten zusammenhängenden Flächen für die Bebauung gebildet werden. Hinsichtlich des Querschnittes und der Aufteilung der Verkehrsflächen sollte die Trasse jedoch im weiteren Verfahren an die zukünftige Nutzung angepasst werden. Die Lage der Verkehrstrasse bedingt gleichzeitig auch die Notwendigkeit einer weiteren Straße zur rückwärtigen Erschließung (Nebenerschließung).

Anbindung der Straße: Kreisverkehr im Westen, Lückenschluss im Osten

Die Anbindung der neuen Straße erfolgt im Westen des Güterbahnhofs über einen Kreisverkehr an die Hospitalstraße. Zur flüssigen Abwicklung der Verkehre ist an der Kreuzung der Jakob-Koenen-Straße mit der Cappelstraße die Einrichtung einer Ampelanlage und ein Umbau der Cappelstraße von der Blumenstraße über die Hospitalstraße bis zur Jakob-Koenen-Straße erforderlich. Im Osten schließt die neue Jakob-Koenen-Straße im Bereich Südertor an den schon gebauten Teil der Straße an. Die bereits hergestellte Ausfahrt auf die Jakob-Koenen-Straße am Bahnhofskreisel wird dann benutzbar. Weitere Umbauten bestehender Kreuzungen sind zum Anschluss der neuen Straßen nicht erforderlich.

Barrierefreie Erreichbarkeit des Stadthauses

Die Höhenlage der Jakob-Koenen-Straße soll so gewählt werden, dass lediglich ein geringer Höhenunterschied zum vorhandenen Gelände entlang der Hospitalstraße entsteht und die Trasse mit der sich daran anschließenden Bebauung hochwasserfrei liegt (oberhalb des 100-jährigen Hochwassers). Der Höhenverlauf im Bereich des Stadthauses ist annähernd eben, damit das geplante Stadthaus barrierefrei erreicht werden kann. Zur Bahnlinie und zum Damm der südlichen Umflut steigt das Gelände dann an.

Einsatz von Städtebaufördermitteln:

Die städtebauliche und altstadtverträgliche Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes wurde intensiv auch mit den Vertretern des Bauministeriums des Landes, der Bezirksregierung Arnsberg und der BEG (Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft NRW) erörtert. Denn von Anfang an wurde deutlich, dass solch eine Entwicklung auch immense Kosten verursachen würde, die nicht allein aus den Verkaufserlösen möglicher Gewerbe- und anderer Baugrundstücke refinanzierbar sein würden.

Nachdem in den genannten Gesprächen die verschiedenen Möglichkeiten einer öffentlichen Förderung ausgelotet worden waren und erste Förderzusagen vorlagen, hat die Stadt das Bahngelände in einer Größe von 34.700 qm im Dezember 2009 erworben. Die Konzeption der „Erschließung der Brachflächen des ehemaligen Güterbahnhofs“ war eine anerkannte Teilbaumaßnahme aus den Fördermaßnahmen der vormaligen und nicht mehr weiter verfolgten Konzeption von RKW zur Entwicklung des Güterbahnhofsgeländes.

Neben dem Grunderwerb sind bisher Aufwendungen für Anpassungs- und Rückbauarbeiten der Bahninfrastruktur, für die Aufbereitung des Baufeldes einschließlich Entsorgungskosten sowie externe Ingenieurleistungen angefallen. Weiterhin wurde am östlichen Ende des Gesamtprojektes ein Kreisverkehrsplatz vor dem Bahnhof errichtet. Für die angefallenen Aufwendungen in Höhe von 2,55 Mio. € wurden bei einem Fördersatz von 60 % insgesamt 1,53 Mio. € Fördermittel abgerufen.

Noch umzusetzen sind der Bau der Jakob-Koenen-Straße, der Bau eines Kreisverkehrsplatzes an der Hospitalstraße sowie die Anbindung an die Cappelstraße. Auch für diese Baumaßnahmen wird mit entsprechenden Städtebauförderungsmitteln gerechnet.

Lage:an Bahntrasse wegen Lärmbündelung
Fahrstreifen:einer in jede Richtung
Prognose Verkehrsbelastung:ca. 7.000 - 10.000 Fahrzeuge pro Tag (je nach Abschnitt) in 2030
Ampelanlagen:eine an der Cappelstraße
Baubeginn:frühestens nach Offenlage Bebauungsplan